SPENDENPROJEKT 2014 / 15

Ausbildungsprojekt in Lukavac-Turija, Bosnien und Herzegowina

Auch diese Saison spendet meinfrollein an ein Kinderdorf der Stiftung Kinderzukunft (3 Euro pro verkauften Style). Das Kinderdorf „Selo Mira“ in der Nähe von Tuzla erhält die Spende, um u.a. Material für die Schneiderwerkstatt zu kaufen. Hier können die Jugendlichen erste Berufserfahrungen sammeln und einen Einblick ins Schneiderhandwerk bekommen.

Anfangs war das Kinderdorf ein Zufluchtsort für Witwen und Waisen des Bosnienkrieges. Heute finden hier 110 Kinder, deren Eltern sich nicht mehr um sie kümmern können oder wollen, ein neues Zuhause.

Bereits seit 1992 engagiert sich die Kinderzukunft für die vom Krieg geplagten Menschen im zerfallenden ehemaligen Jugoslawien. Vielen Familien wurde ihre Heimat geraubt und etliche Kinder verloren ihre Eltern. Die Stiftung wollte daher diesen Menschen eine Zuflucht bieten.

Nach zwei Jahren Bauzeit wurde „Selo Mira“ – das Friedensdorf für Bosnien – am 22. Mai 1998 eröffnet. Auf einem fünfzehn Hektar großen Gelände in der Gemeinde Lukavac-Turija bei Tuzla bietet es seitdem ein Zuhause für mehr als dreihundert Menschen. Hier leben die Kinder und Jugendlichen in kleinen Familien und werden von Erzieherinnen unterstützt.

Es gibt u.a. einen Kindergarten und verschiedene Ausbildungsgänge. Diese sind entweder Teil der regulären Berufsschulausbildung oder dienen der Arbeitstherapie und können als freiwillige Berufspraktika zur Berufsvorbereitung genutzt werden.

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Noch heute leidet Bosnien unter den Folgen des Bürgerkrieges. In Bosnien sind nach den Kriegen der 1990er-Jahre noch 1.215 Quadratkilometer der Landesfläche vermint.

Diese Tatsache macht Bosnien und Herzegowina zum am schlimmsten von Minen verseuchten Land in Europa und zu einem der am stärksten verminten Ländern der Welt. (vgl. www.the-monitor.org)

Verschlimmert wurde die Situation durch die Flutkatastrophe im Frühjahr 2014. Durch die Fluten und Erdrutsche wurden Landminen aus dem Bosnienkrieg aufgewühlt und weggeschwemmt. Gleichzeitig wurden die Warnschilder, durch die verminten Gebiete gekennzeichnet waren, durch das Wasser fortgetragen.

Seit dem Friedensvertrag von Dayton 1995 herrscht weitgehend Stillstand in Bosnien-Herzegowina, Politiker der drei ethnischen Gruppen – Bosniaken, Kroaten und Serben – blockieren sich gegenseitig, Korruption und Vetternwirtschaft ist weitverbreitet, die Arbeitslosigkeit liegt bei 45 Prozent.